TUIs Umbaupläne

Die nächste Runde im Konzernumbau bei der TUI steht an. Was ist die beste Lösung?

Bislang war die Rollenverteilung im TUI-Aufsichtsrat klar: John Fredriksen spielte über Jahre den Quertreiber, Alexej Mordaschow den Besonnenen, der den Kurs von Vorstandschef Michael Frenzel unterstützt. Jetzt kommt ausgerechnet von Mordaschow die unmissverständiche Botschaft: Der Konzernumbau muss schneller vonstatten gehen, und wir Aktionäre wollen endlich mal wieder eine Dividende sehen. Mordaschow will aber offensichtlich nicht nur aufs Tempo drücken, sondern erwartet eine große Umbaulösung. 
Variante 1: Die TUI AG baut ihr Touristikgeschäft aus und kauft mehr Hotels und Schiffe. Ansonsten bleibt alles beim alten.
Variante 2: Das touristische Geschäft für den deutschsprachigen Raum kehrt von London nach Hannover zurück. Die AG hätte endlich wieder Zugriff auf Geldflüsse, auch wenn Fachleute für Unternehmensorganisation wohl nur den Kopf schütteln würden.
Variante 3: Die AG verschuldet sich und übernimmt TUI Travel komplett. Natürlich müssten dafür in London die Umzugswagen anrollen.
Variante 4: TUI Travel übernimmt die AG. Das ist nichts für deutschnationale Herzen, aber Organisationsoptimierer finden es immer gut, wenn alles unter einem Dach angesiedelt ist (ok, in fünf Jahren gilt wieder das Gegenteil). Mordaschow schließt diese Lösung zumindest nicht aus. Fragt sich nur, wie die Tochter mit dem nötigen Kapital ausgestattet werden soll, wenn doch angeblich die Maxime gilt, dass die AG sich nicht weiter verschulden soll.
Jetzt sind Sie dran: Was wäre die beste Umbaulösung für die TUI und die Branche?
 

KOMMENTARE
Beste Lösung? Sicher nicht ganz ernst zu nehmen - oder vielleicht doch: Die TUI wird wieder in ihre einstigen Gründungs-Unternehmen zurück entwickelt: Touropa, Scharnow, Hummel, Dr. Tigges und Transeuropa, wo noch begeisterte Touristiker und nicht Shareholder-Value-Fetischisten das sagen hatten. Das läge im Trend der Zeit, wo gerade die mittelständisch strukturierten Reiseveranstalter fröhliche Urständ feiern (FTI, Alltours, Schauinsland, JT-Travel etc. etc.).
von Hubert W., 30.07.12, 12:14
"Rein in die Kartoffeln - raus aus die Kartoffeln", so kommt einem die Geschäftsplanung von TUI vor. Bei vielen Entscheidungen hat man den Eindruck, als wenn ein paar grosse Jungs den Laden als Spielwiese betrachten und alles mögliche ausprobieren. Wenn es nicht passt, wird eben mit viel Geld das Gegenteil ausprobiert.

Eine wirkliche Strategie ist kaum erkennbar.
von Dietmar Pedersen, 30.07.12, 15:34
Ich bin ganz ihrer Meinung Herr Pedersen das ständige hin un her,mann stellt fest das ,da sind zuviele Köche am machen sind es wäre bestimmt besser wenn ein gutes Team mit Erfahrung, Kompetenz ,Gedult mit dem Umbau beauftrag wird,
Sie z.b Fti,Schauinsland,Alltours diese mal Kleinen Veranstalter haben den Abstand in den lezten jahren erheblich verkleinert zu den Grossen .

Die haben den Mut und den Verstand gehabt,
was durch die Globaliesierung scheinbar bei den beiden grossen Veranstalrer Tui und Toc verhindert wurde vielleicht zuviele verschiede Meinungen ?
Aufjedenfalll war bei den grossen Veranstlatern viel mehr Potenzial da was nicht ausgenützt wurde schon alleine durch die finaziellen möglichkeiten.
von tce-reisen, 02.08.12, 16:00
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