Die exklusiven ultimativen Touristiker
Woran erkennt man einen richtigen Touristiker? Daran, dass er (oder sie) in den richtigen Verbänden, Vereinen, Organisationen oder Netzwerken aktiv ist. Oder doch nicht?
Heute habe ich die Mittagspause in einem Chat mit etwa 30 Touristikern verbracht. Denn gestern wurde ich von Michael Faber, der unter anderem auf DRV-Seminaren Reisebüros im Umgang mit Social Media schult und auch beim Reisebüro-Marketing-Tag auf dem fvw Kongress mitwirkte, in die "ultimative Touristikergruppe" auf Facebook eingeladen. Das klingt doch super, wer würde da nicht mitmachen?
Natürlich kam mir dabei wieder das legendäre Zitat von Groucho Marx ("Es würde mir nicht im Traum einfallen, einem Klub beizutreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen.") in den Sinn. Aber wer möchte nicht zu den 249 (mehr gehen nicht, weil sonst bei Facebook kein Gruppenchat mehr möglich ist) ultimativen Touristikern gehören? Dann bekam ich heute noch eine Einladung zur nächsten Member Lounge vom Travel Industry Club, wollte heute abend eigentlich beim Skal-Club in Hamburg vorbeischauen (kollidiert leider mit der Fußballübertragung) – ach ja, und a bisserl arbeiten wollte ich auch noch.
Zweifellos, für uns Journalisten sind Facebook und besonders auch Twitter wichtige Kanäle für Informationen. Aber ehrlich gesagt, die meisten richtig guten Geschichten erfährt man dann doch über persönliche Gespräche. Social Media macht Spaß, ist aber auch zeitaufwändig. Die deutsche Touristik entdeckt derzeit massiv Facebook (zeigen mir und meinen Kollegen zumindest die Freundschaftsanfragen), gefühlt überfügelt das US-Netzwerk von der Bedeutung für unsere Branche her gerade Xing.
Aber haben Sie eigentlich noch genügend Zeit für Social Media und die virtuelle Kontaktpflege? Oder verbirgt sich hinter Ihrem Profil längst ein anderer? Dem prominenten US-Blogger Michael Arrington gelang es gerade, sich glaubhaft auf Facebook als Google-Chef Eric Schmidt auszugeben. Das bringt mich auf eine Idee: Haben Klaus Laepple, Michael Frenzel, Christoph Franz, Peter Fankhauser, Thomas Bösl und wie unsere Branchenpromis alle so heißen eigentlich schon Facebook-Profile? Das ergibt dann wirklich die ultimative Touristikergruppe.



Es war eine fixe Idee und nun ist schon der nächste Termin gesetzt:
Jürgen Büchy steht am Freitag, 22.10. von 12:30-13:00 im Chat für eine Fragerunde zur Verfügung.
Ich bin gespannt :-)
Dadurch wird es auf Facebook aber auch interessanter. Und viele der beruflichen Kontakte sind durchaus im Lauf der Zeit auch freundschaftlich geworden. Die virtuelle Kontaktpflege ist wichtig, aber das allerwichtigste ist und bleibt trotz allem der direkte, persönliche Kontakt und das Gespräch. Ein Griff zum Telefonhörer, ein Treffen zum Kaffee ist nicht zu ersetzen.
Dazu passt diese Meldung:
"Kanadisches Reisebüro bucht 1200 Kreuzfahrtkunden durch Facebook" Quelle openTS
Das klingt doch gut! Auch wenn derzeit leider die deutliche Mehrheit der deutschen Kreuzfahrt-Vermittler (von denen die überhaupt dabei sind) auf Facebook kaum etwas – neues, interessantes, interaktives - zu bieten hat. Aber es gibt auch Ausreißer nach oben.
"Haben Klaus Laepple, Michael Frenzel, Christoph Franz, Peter Fankhauser, Thomas Bösl sich denn überhaupt schon mal aktiv mit Facebook befaßt?"
Die "exklusiven ultimativen Touristiker" findet man nicht bei der sogenannten Branchen-Prominenz, sondern zB in den aktiven social networks wie Facebook und Twitter. Hier wird "Tacheles" geredet.
Und so schnell wie unsere Zeit geworden ist, ist es bis zum nächsten Kaffee oft noch sehr weit. Es sei denn, man verabredet sich ab jetzt zum Chat auf Facebook. Bis bald im Netz!
Dass Herr Büchy jetzt schon zugesagt hat, finde ich toll!
Schätze die digitalen Medien ebenso, auch den GruppenChat gestern Abend - danke @Michael für die Einladung - aber heute Mittag hat mich "das nicht ausblebndbare Chatfenster" schon sehr irritiert und bei der Arbeit gestört. Wenn das jetzt 5 Gruppen auf einmal loschatten muss ich wohl mein FB Nutzungsverhalten (=ganzen Tag offen, ab und zu ein Blick drauf) ändern.
Müßig, zu erwähnen, dass der schnelle und umfassende Austausch, unter Einbeziehung möglichst viele einer Gruppe, gerade Heute ein Gebot der Stunde ist.
Dass "Social Media" abgekürzt "SM" ist, sich auch mitunter genauso anfühlt, dass kann ich nach gut 2 Wochen bestätigen. Aber wir im Vertrieb sind lidensfähig. Nach 9 - 12 Std. Reisebüro, Taxifahren oder Nachtwache im Krankenhaus, damit wir etwas Geld verdienen, und nach dem 24 Std. Tag kann man ja in den Überstunden noch in Facebook lesen und schreiben.
Was die persönliche Kontakte angeht, keine Frage, auch schön, aber die Breite vermisse ich etwas dabei, wenn es um Informationen, um Austausch geht.