Soll TUI Hapag-Lloyd behalten?
Nur zwei mäßige Gebote für Hapag-Lloyd – bleibt die Reederei nun doch im TUI-Konzern?
Auf den ersten Blick sieht die Hapag-Aktion nicht gerade wie ein Renner im Sommmerschlussverkauf aus. Nur NOL aus Singapur und das Hamburger Unternehmerkonsortium bieten, und zwar angeblich nur gut drei Milliarden Euro.
Trotzdem wird sich die TUI-Spitze bei der Präsentation der Halbjahreszahlen am Donnerstag wohl ganz entspannt geben: Lieber zwei Bieter mit sehr ernsthaftem Interesse, die sich gegenseitig hochschaukeln können, als ein ganzer Haufen von Interessenten, der nur mal gerne in die Bücher der Reederei schauen möchte.
Trotzdem wird spekuliert, wie es weiter geht. "Stoppt TUI den Verkauf"?, fragt etwa heute das "Hamburger Abendblatt". Ein Preis von nur gut drei Milliarden Euro wäre sicher zu wenig für die Reederei. Hinzu kommt: TUI-Rebell John Fredriksen fordert inzwischen keinen Verkauf mehr. Der Norweger hat allerdings schon so manche Kehrtwende hingelegt.
Andererseits: Die beiden Bieter für Hapag wissen, dass eine solche Kaufgelegenheit auf dem Schifffahrtsmarkt so schnell nicht wieder käme. Aber was würde bei einem Verkauf mit der TUI AG passieren? Würde die Holding dann mit TUI Travel verschmolzen?
Fragen über Fragen also. Was meinen Sie: Sollte die TUI Hapag-Lloyd doch lieber behalten? Oder sollte sich der Konzern am besten allein auf die Touristik konzentrieren und dort investieren?

